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Jahreskollekten

Jahreskollekte 2021


Winterhilfe



Die Kirchgemeinde Oberrieden unterstützt jedes Jahr ein ausgesuchtes Hilfswerk mit 6 Kollekten.
In diesem aussergewöhnlichen Jahr 2020 war die Corona Pandemie in aller
Munde. All die Menschen, die schon immer am Rande der Gesellschaft lebten, litten sehr unter der Pandemie. Viele kamen in eine finanzielle Notlage, weil sie den Arbeitsplatz verloren, oder sie konnten weiterarbeiten, jedoch mit einer finanziellen Einbusse. Vor allem Familien und Alleinerziehende wurden dadurch in die Armut getrieben.
Die Armut in der Schweiz ist versteckt, man sieht sie nicht, doch durch die Folgen der Pandemie ist sie sichtbarer geworden. Hilfe ist für viele Menschen dringend notwendig geworden. Wir beschlossen, ein Hilfswerk in der Schweiz zu suchen, das genau diesen Menschen unter die Arme greifen kann.
Bei der Winterhilfe fanden wir das, was wir suchten.

Entstehung der Winterhilfe
Man kennt die Winterhilfe mit ihrem Logo, dem symbolisierte Schneestern, mit dem sie jedes Jahr eine Geldsammlung lanciert. Schon als Kind zog ich mit einem „Schuelgspänli“ durchs Quartier und verkaufte für einen Franken einen Schneestern den man sich an den Mantel anstecken konnte.
Die Winterhilfe wurde 1935, als die Weltwirtschaftskrise ihren Höhepunkt erreichte, gegründet. Die damals schon bestehende Arbeitslosenkasse konnte die enormen Lohnausfälle nicht mehr auffangen. In den Wintermonaten machte sich die finanzielle Notlage bemerkbar, weil zusätzliche Aufwendungen für Heizmaterial, feste Schuhe, Winterbekleidung, teureres Gemüse und Obst anfielen. Dabei ging es den betroffenen Menschen ums nackte Überleben. Die Gefahr, sie könnten erfrieren oder verhungern, war gross. Kantone und Fürsorgestellen waren sich einig, dass eine umfassende Aktion zur Unterstützung der Opfer der Wirtschaftskrise dringend notwendig war. Namhafte Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Industrie und Politik gründeten die „Schweizerische Winterhilfe für Arbeitslose“. An ihrer ersten Sammlung kamen 1.1 Millionen Franken zusammen, was für die damalige Zeit ein grossartiges Ergebnis war. Damit konnte vielen notleidenden Familien und älteren alleinstehenden Personen über den Winter geholfen werden.

Hilfsangebote
Seit über 80 Jahren arbeitet die Winterhilfe, für die von Armut betroffenen Menschen in der Schweiz und hilft unbürokratisch und effizient. Sie hat eine soziale Verantwortung übernommen und steht Menschen in einer Notsituation bei. Sie hilft da wo die öffentlichen Hilfeleistungen nicht beansprucht werden können oder nicht ausreichen. Die Hilfsangebote sind sehr vielfältig und auf die Bedürfnisse, vor allem von Familien, ausgerichtet.

  • Im Kinderförderprogramm ermöglicht sie Kindern ab 4 Jahren die Teilnahme an sportlichen oder musischen Freizeitaktivitäten. Damit wirkt sie der gesellschaftlichen Isolation entgegen. Sie gibt auch Schulausrüstungen wie Thek, „Kindergartentäschli“, „Znünibox“ und „Trinkfläschli“ ab
  • Damit guter Schlaf kein Luxus bleibt, gibt sie Betten, die in einer geschützten Werkstatt produziert werden, samt Matratzen und Bettinhalt ab.
  • Sie übernimmt, wenn das verfügbare Budget nicht ausreicht, Rechnungen für Gesundheitskosten, die von der Krankenkasse nicht übernommen werden, z.B. Zahnarztrechnungen, Brille, Selbstbehalte der Krankenkassenrechnung.
  • Sie gibt Second-Hand-Kleiderpakete und Einkaufsgutscheine für Kleider ab.
  • Da eine ausgewogene und gesunde Ernährung wichtig ist, unterstützt die Winterhilfe die Familien mit Gutscheinen für den Bezug von Lebensmitteln.
  • Ist das Familienbudget eng, wird oft als erstes auf Ferien verzichtet. Doch Ferien bedeuten Erholung vom Alltag, um neue Kraft zu schöpfen und gemeinsam etwas Bereicherndes zu erleben. Die Winterhilfe vermittelt Ferienmöglichkeiten in Zusammenarbeit mit der Schweizer Reisekasse.

All diese Unterstützungen konnten, dank den in diesem Jahr zahlreicher eingegangenen Spenden, auch an Menschen, die wegen der Corona-Pandemie in eine Notlage gerieten, ausgerichtet werden.

Noch etwas zur Geschäftsorganisation
Das Hilfswerk ist dezentral organisiert: rund 400 teilweise ehrenamtlich tätige Helfer in 27 Kantonalorganisationen, stellen in Zusammenarbeit mit sozialen Fachstellen eine rasche und zielgerichtete Hilfe sicher. Sie werden in ihrer Arbeit unterstützt vom Zentralsekretariat der Winterhilfe Schweiz, welches für die gesamtschweizerischen Hilfsaktionen verantwortlich ist.
Die Winterhilfe ist mit dem Gütesiegel der ZEWO ausgezeichnet

Spendenkonto:
Postkonto 80-8955-1
IBAN CH68 0900 0000 8000 8955 1


Ursula Stauffacher, Kirchenpflegerin

Jahreskollekte 2020


Zwischenbericht zu unserem Gemeindeprojekt CSI, Hilfe für bedrohte Christen in Syrien

Die CSI führte am 21.09.2019 ihre Jahrestagung im Kirchgemeindehaus Zürich-Höngg durch. Es waren Mitarbeiter aus Syrien, Indien, Südsudan und Nigeria da und hielten Referate zu den aktuellen Themen in ihren Ländern. Mich interessierte das Referat von Leyla Antaki aus Aleppo. Sie wohnt dort zusammen mit ihrem Ehemann der Arzt ist und erlebte den Krieg hautnah.
Aleppo war vor dem Krieg 2012 das wirtschaftliche Zentrum von Syrien, das Land war stabil und die Menschen wohlhabend. Seit Ausbruch des Krieges zeigt die Stadt Aleppo ein trauriges Bild, die Zerstörung der Häuser und Strassen ist gross und die Armut weitverbreitet. Wohnraum gibt es fast keinen, die Menschen leben in Ruinen, die ihnen noch einigermassen Schutz bieten können, sie rückten zusammen und lebten nebeneinander auf engstem Raum. 80% der Familien sind heute auf Essenspakete von humanitären Institutionen angewiesen.
Am 23.12.2016 ging der Alptraum der Bewohner Aleppos zu Ende, die letzten bewaffneten Truppen von Aufständische wurden evakuiert, die Bombenanschläge verstummten. Der Wiederaufbau der Stadt wurde vorangetrieben. Das Zentrum der Stadt präsentiert sich heute ganz schön, die Cafés im Zentrum sind gut besucht, die Stromversorgung funktioniert 14 – 15 Std. am Tag, fliessendes Wasser gibt es auch während 4 -5 Tagen in der Woche. Die Trümmer wurden weggeräumt, die Stadtbeleuchtung instand gesetzt und schliesslich haben die Schulen ihren Betrieb wieder aufnehmen können. Doch die wirtschaftliche Lage ist immer noch sehr schwierig, die Arbeitslosigkeit ist enorm und die Preise für Güter des täglichen Bedarfs haben sich seit Beginn des Krieges verzehnfacht. Leider lässt die internationale Unterstützung für den Wiederaufbau auf sich warten, weil westliche Regierungen die Unterstützung an die Bedingung eines politischen Übergangs knüpfen. Die Wirtschaftssanktionen verschlimmern die Lage, der immer noch leidenden Bevölkerung, weil sie den Import von so vielen wichtigen Produkten verhindern.
In Aleppo unterstützt die CSI konkret zwei Programme für die berufliche Reintegration. Es ist die Zeit gekommen, wo die Menschen in Syrien wieder in Würde von der Frucht ihrer Arbeit leben wollen und können. Ein Programm trägt den Namen „Heartmade“. Es besteht aus einem Atelier in welchem aus gebrauchten Kleidern und Stoffresten neue Kleider genäht werden und einem kleinen Laden wo die fertigen Produkte verkauft werden. Die Produkte sind gegenwärtig ausschliesslich für den einheimischen Markt vorgesehen, da die Sanktionen einen Export verunmöglichen.
In diesem Atelier arbeiten z. Zeit 11 Frauen. Es wird sehr sparsam mit den vorhandenen Stoffen gearbeitet, damit möglichst wenig weggeworfen werden muss. Kreativität ist gefragt. Für jeden noch so kleinen Stoffresten wird nach einer Verwendung gesucht. Die Frauen sind mit Herzblut bei ihrer Arbeit und es entstehen schöne, tragbare Kleider für Kinder und Erwachsene.
Nicht zu vernachlässigen ist die gelebte Gemeinschaft in einem familiären Arbeitsklima. Die Frauen erleben eine positive Veränderung ihres Lebens, sowohl materiell als auch persönlich. Ihr Selbstvertrauen konnte gestärkt werden, nicht zuletzt weil sie endlich wieder etwas zum Wohle ihrer Familien beitragen können. Das macht sie glücklich, was wiederum eine positive Ausstrahlung auf die Familien bewirkt.
Das zweite von der CSI unterstützte Programm in Aleppo trägt den Namen „Job“. In einem dreiwöchigen Intensivkurs erhalten die Teilnehmer das Rüstzeug um ein eigenes Geschäft zu führen. Unter Berücksichtigung der Machbarkeit, Nachhaltigkeit und Rentabilität wählt eine Jury die besten Projekte aus und gewährt eine Starthilfe, von umgerechnet 3000.- – 5000.- Franken. So konnten bereits 20 Kleingewerbe unterstützt werden.
Mit kleinen Schritten, ganz nach dem Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“ unterstützt CSI die Menschen in Aleppo auf ihrem Weg zurück in eine hoffentlich bald Realität werdende Normalität. Damit dies gelingt ist die CSI weiterhin auf finanzielle Hilfe von uns angewiesen, weshalb wir beschlossen haben diese Institution ein weiteres Jahr als Gemeindeprojekt zu unterstützen. Die Kollekten sind an folgenden Sinntagen für CSI bestimmt: 12.01.2020, 10.04./12.04.2020, 28.06.202, 16.08.2020, 04.10.2020, 06.12.2020.

Ursula Stauffacher, Kirchenpflegerin

 
Die neue Ausgabe unserer Gemeindeseite ist ab sofort als pdf-Datei online.
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H2OT-Gottesdienste
Die Kirchgemeinden Horgen (Hirzel), Oberrieden und Thalwil arbeiten vermehrt zusammen. Die gemeinsamen Anlässe sind unter dem Begriff H2OT zu finden.
Brauchen Sie die Kirche oder einen unserer Räume für einen Anlass?
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Nächste Anlässe:
Gottesdienst (Zertifikationsfrei, beschränkte Besucheranzahl und Maskenpflicht)
Am 24.10.2021 um 10:00 Uhr
Ref. Kirche Oberrieden, Pfarrer Urs Dohrmann
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Internat. Tänze für Seniorinnen und Senioren
Am 25.10.2021 um 14:00 Uhr
Zürcherhaus, Elisabeth Baier
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Morgengebet
Am 26.10.2021 um 08:00 Uhr
Ref. Kirche, Berthold Haerter
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Elki-Singen
Am 26.10.2021 um 09:30 Uhr
Zürcherhaus, Cornelia Jeger
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