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Jahreskollekte 2020

Zwischenbericht zu unserem Gemeindeprojekt CSI, Hilfe für bedrohte Christen in Syrien

Die CSI führte am 21.09.2019 ihre Jahrestagung im Kirchgemeindehaus Zürich-Höngg durch. Es waren Mitarbeiter aus Syrien, Indien, Südsudan und Nigeria da und hielten Referate zu den aktuellen Themen in ihren Ländern. Mich interessierte das Referat von Leyla Antaki aus Aleppo. Sie wohnt dort zusammen mit ihrem Ehemann der Arzt ist und erlebte den Krieg hautnah.
Aleppo war vor dem Krieg 2012 das wirtschaftliche Zentrum von Syrien, das Land war stabil und die Menschen wohlhabend. Seit Ausbruch des Krieges zeigt die Stadt Aleppo ein trauriges Bild, die Zerstörung der Häuser und Strassen ist gross und die Armut weitverbreitet. Wohnraum gibt es fast keinen, die Menschen leben in Ruinen, die ihnen noch einigermassen Schutz bieten können, sie rückten zusammen und lebten nebeneinander auf engstem Raum. 80% der Familien sind heute auf Essenspakete von humanitären Institutionen angewiesen.
Am 23.12.2016 ging der Alptraum der Bewohner Aleppos zu Ende, die letzten bewaffneten Truppen von Aufständische wurden evakuiert, die Bombenanschläge verstummten. Der Wiederaufbau der Stadt wurde vorangetrieben. Das Zentrum der Stadt präsentiert sich heute ganz schön, die Cafés im Zentrum sind gut besucht, die Stromversorgung funktioniert 14 – 15 Std. am Tag, fliessendes Wasser gibt es auch während 4 -5 Tagen in der Woche. Die Trümmer wurden weggeräumt, die Stadtbeleuchtung instand gesetzt und schliesslich haben die Schulen ihren Betrieb wieder aufnehmen können. Doch die wirtschaftliche Lage ist immer noch sehr schwierig, die Arbeitslosigkeit ist enorm und die Preise für Güter des täglichen Bedarfs haben sich seit Beginn des Krieges verzehnfacht. Leider lässt die internationale Unterstützung für den Wiederaufbau auf sich warten, weil westliche Regierungen die Unterstützung an die Bedingung eines politischen Übergangs knüpfen. Die Wirtschaftssanktionen verschlimmern die Lage, der immer noch leidenden Bevölkerung, weil sie den Import von so vielen wichtigen Produkten verhindern.
In Aleppo unterstützt die CSI konkret zwei Programme für die berufliche Reintegration. Es ist die Zeit gekommen, wo die Menschen in Syrien wieder in Würde von der Frucht ihrer Arbeit leben wollen und können. Ein Programm trägt den Namen „Heartmade“. Es besteht aus einem Atelier in welchem aus gebrauchten Kleidern und Stoffresten neue Kleider genäht werden und einem kleinen Laden wo die fertigen Produkte verkauft werden. Die Produkte sind gegenwärtig ausschliesslich für den einheimischen Markt vorgesehen, da die Sanktionen einen Export verunmöglichen.
In diesem Atelier arbeiten z. Zeit 11 Frauen. Es wird sehr sparsam mit den vorhandenen Stoffen gearbeitet, damit möglichst wenig weggeworfen werden muss. Kreativität ist gefragt. Für jeden noch so kleinen Stoffresten wird nach einer Verwendung gesucht. Die Frauen sind mit Herzblut bei ihrer Arbeit und es entstehen schöne, tragbare Kleider für Kinder und Erwachsene.
Nicht zu vernachlässigen ist die gelebte Gemeinschaft in einem familiären Arbeitsklima. Die Frauen erleben eine positive Veränderung ihres Lebens, sowohl materiell als auch persönlich. Ihr Selbstvertrauen konnte gestärkt werden, nicht zuletzt weil sie endlich wieder etwas zum Wohle ihrer Familien beitragen können. Das macht sie glücklich, was wiederum eine positive Ausstrahlung auf die Familien bewirkt.
Das zweite von der CSI unterstützte Programm in Aleppo trägt den Namen „Job“. In einem dreiwöchigen Intensivkurs erhalten die Teilnehmer das Rüstzeug um ein eigenes Geschäft zu führen. Unter Berücksichtigung der Machbarkeit, Nachhaltigkeit und Rentabilität wählt eine Jury die besten Projekte aus und gewährt eine Starthilfe, von umgerechnet 3000.- – 5000.- Franken. So konnten bereits 20 Kleingewerbe unterstützt werden.
Mit kleinen Schritten, ganz nach dem Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“ unterstützt CSI die Menschen in Aleppo auf ihrem Weg zurück in eine hoffentlich bald Realität werdende Normalität. Damit dies gelingt ist die CSI weiterhin auf finanzielle Hilfe von uns angewiesen, weshalb wir beschlossen haben diese Institution ein weiteres Jahr als Gemeindeprojekt zu unterstützen. Die Kollekten sind an folgenden Sinntagen für CSI bestimmt: 12.01.2020, 10.04./12.04.2020, 28.06.202, 16.08.2020, 04.10.2020, 06.12.2020.

Ursula Stauffacher, Kirchenpflegerin

 
Die neue Ausgabe unserer Gemeindeseite ist ab sofort als pdf-Datei online.
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H2OT-Gottesdienste
Die Kirchgemeinden Horgen (Hirzel), Oberrieden und Thalwil arbeiten vermehrt zusammen. Die gemeinsamen Anlässe sind unter dem Begriff H2OT zu finden.
Brauchen Sie die Kirche oder einen unserer Räume für einen Anlass?
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Nächste Anlässe:
Vorbereitung Gottesdienst mit Konfirmanden
Am 22.10.2020 um 10:00 Uhr
Ref. Kirche, Berthold Haerter und Antonia Lüthy Haerter
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Domino mit Znacht
Am 22.10.2020 um 18:00 Uhr
Zürcherhaus, Hanny und Peter Kunz-Stettler
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Juki-Anlass 6. Klasse: Filmabend mit Znacht in Oberrieden
Am 23.10.2020 um 18:00 Uhr
Oberrieden, Monika Deuber
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Vorbereitung Gottesdienst mit Konfirmanden
Am 24.10.2020 um 10:00 Uhr
Ref. Kirche, Berthold Haerter und Antonia Lüthy Haerter
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